Der neue Heimatkalender ist da !

Wir über uns

Heimat- und Geschichtsverein!

Zu allen Zeiten wurden historisch herausragende, für die Menschen ihrer Zeit wichtige Ereignisse in diversen Akten festgehalten. Bilder kamen erst sehr spät dazu. Diese Aufzeichnungen sind im Allgemeinen in den Gemeindeakten, aber auch in den Schulchroniken zu finden. Daher ist es logisch, dass dies alles von den Gemeindeschreibern und den Lehrern aufgezeichnet worden ist. So war es auch in Leidersbach und seinen Ortsteilen.
Um diese Unterlagen zu sichern und der Nachwelt zugänglich zu machen, wurde auf Initiative des damaligen 1. Bürgermeister Gerhard Nebel und Lehrer Valentin Zehnter der Heimat- und Geschichtsverein Leidersbach gegründet. Laut Protokoll fand die Gründungsversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins – HGV – am 25. November 1983 im Gasthaus Krone in Leidersbach statt. Die Namen der 17 Gründungsmitglieder sind im Protokoll festgehalten.

Man setzte sich gleich Ziele für die heimatkundlichen Arbeit
– die Vergangenheit ergründen
– die Gegenwart bewahren
– die Zukunft gestalten

Wichtig war dem HGV auch, dass in allen 4 Ortsteilen Aktivitäten durchgeführt werden und von dort auch Unterlagen gesammelt werden. Zum 1. Vorsitzenden wurde Rektor Gerhard Hofmann gewählt, der dieses Amt bis 1990 begleitete. Er übergab dann das Amt des 1. Vorsitzenden an Konrektor Valentin Zehnter, der dieses Amt bis heute ausübt. Erfreulich ist auch, dass seit Gründung des HGV die Kasse Elmar Aulbach gewissenhaft verwaltete, bis er diese jetzt im Jahr 2019 an seinen Neffen Ignaz Aulbach übergab.
Der HGV konnte sehr bald auf einen reichhaltigen Fundus zurückgreifen. Es hatten bereits viele Personen privat Sammlungen angelegt, die jetzt sukzessive in den Besitz des HGV`s übergingen. In erster Linie fand man Unterlagen in den Gemeindeakten und den Schulchroniken. Auch wurden zahlreiche Exponate von Privatpersonen geliefert.

Hier die wichtigsten Personen, die in der Gründerzeit Unterlagen und Bilder lieferten:
Ebersbach: Franziska Schneider, Lydia Geis, Stefan Elsässer
Leidersbach: Gerhard Nebel, Alfons Wolf, Elmar Aulbach
Roßbach: Gerhard Hofmann, Valentin Zehnter
Volkersbrunn: Karl Schmitt, Engelbert Kempf

Die große Zahl weiterer Lieferanten kann man hier nicht aufführen, sind aber bei ihren Exponaten namentlich festgehalten.
Daneben hatte Valentin Zehnter bereits mehrere Tausend Bilder aus den vier Ortsteilen gesammelt, die viele Ereignisse der letzten 100 Jahre bildlich festhalten und lebendig halten. Ein großes Problem war, wo findet man den Platz für diese unzähligen Unterlagen, die jeder für sich daheim hatte. Seit dem Jahr 2000 überließ die Gemeinde dem HGV ein Zimmer im Rathaus, in dem jetzt die meisten Unterlagen deponiert sind. Noch haben viele Privatpersonen zahlreiche Unterlagen bei sich zu Hause, doch will man diese sukzessive in den HGV-Besitz überführen. Über fast alle wichtigen Ereignisse der letzten Hundert Jahre kann der HGV Auskunft geben. Inzwischen konnte der HGV, stets durch die Gemeinde, aber auch viele ehrenamtliche Mitstreiter unterstützt, viele Aktionen durchführen. Viele davon lassen sich auf der HGV-Homepage nachlesen.

Ein Schwerpunkt war dabei, die zahlreichen Bildstöcke unserer vier Ortsteile zu erhalten, zu restaurieren und teils wieder zu errichten. Hier waren maßgeblich beteiligt, Oswald Franz und sein Neffe Rudi Weis, die hier ihr handwerkliches Geschick ausleben konnten. Herausragende Aktionen waren dabei, die Versetzung der Marienkapelle, die Grotte am Besinnungsweg, Sanierung des Kriegerdenkmals in der Bergstraße und die diverse Sandsteinmauern, die meist unter der Regie des HGV`s bewerkstelligt worden sind.

Ein weiterer Schwerpunkt des letzten Jahrzehnts waren die Arbeiten auf der Altenburg, die je zur Hälfte zu Sulzbach/Soden und Leidersbach/Ebersbach gehört. Man gründete die ARGE Altenburg, zu der die Bürgermeister der beiden Kommunen Sulzbach und Leidersbach, zusätzlich die Vorsitzenden der beiden Geschichtsvereine, sowie als Kassier Elmar Aulbach gehören. In den Jahren 2008 und 2009 erforschten Helfer der ARGE unter der Leistung des Archäologen Harald Rosmanitz die Geschichte der Altenburg. Die Ergebnisse sind in einem Buch festgehalten, die Funde sind im Besitz der ARGE. Das Buch kann käuflich beim HGV erworben werden.
In den Jahren 2018 und 2019 wurde jetzt die Anlage teilweise rekonstruiert, um den Besucher einen Einblick über das Leben auf der Altenburg zur Keltenzeit und zuvor zu gewähren. Die rund 10 m lange, 3.30 m hohe und ca 80 cm dicke Pfostenschlitzmauer zeigt dem Wanderer wie imposant damals die Verteidigungsanlage war. Ebenfalls kann der Besucher im musealen Keltenhaus sehen, welche Einrichtungen die Kelten schon kannten. Im Haus erwartet eine Keltenfamilie, eine Feuerstelle, ein Webstuhl, eine Drechselbank, diverse Keramiksachen usw. dem historisch interessierten Besucher. Führungen werden auf Anfragen gerne angeboten.

Zu einer weiteren Attraktion hat sich der alljährlich mit heimatlichen Themen herausgegebene Heimatkalender entwickelt. Viele Menschen warten schon sehnsüchtig darauf, wenn er in der Vorweihnachtszeit angeboten wird.
Auch schriftliche Werke konnten mit Hilfe des HGV`s herausgegeben werden. Themen sind u.a.:
– Besiedlung unseres Tales, speziell die Streifengüter und Häuser!
– Geschichte der Bekleidungsindustrie
– kirchliche Gebäude in unserer Gemeinde
– Mühlen im „Grund“
– Ehrenbürger und bekannte Persönlichkeiten
– Integration der Heimatvertriebenen
– Wasserversorgung in den 4 Ortsteilen
– Schulgeschichte
Weitere Themen sind in Bearbeitung!
Der HGV hofft, dass noch viele Mitbürger auch künftig mithelfen, unsere Heimat zu erforschen, zu bewahren und zu gestalten. Mitarbeit ist stets herzlich willkommen. Details kann man in den Versammlungen des HGV`s erfahren.

Text: Valentin Zehnter